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Re: Wissenschaft und Glauben

Günter <marypa...@gmx.at>

On 4 Feb., 22:50, Martin Erren <m...@privacy.net> wrote:

> Günter meinte:

> > > Es ist nicht nur ein Widerspruch zu den natwiss. Fakten. Es ist ein
> > > Widerspruch zum naturwissenschaftlichen Ansatz.

> > Deine Aufforderung hat keineswegs gelautet, ich solle mich mit dem
> > "naturwissenschaftlichen Ansatz" beschäftigen, sondern ich solle mich
> > mit der *Natur* beschäftigen. Ich zitiere: "Beschäftigt ihr euch
> > erstmal mit der Natur, und dem, was wir darüber wissen
> > (=Naturwissenschaft), bevor ihr eure ignoranten Thesen aufstellt."
> > Zitat Ende.

> Ich setzte als bekannt heraus, wie man zu naturwissenschaftlichen
> Theorien und Fakten kommt. Von Fakten sprach ich übrigens nicht, das hast
> Du aufgebracht.

Damit ist jetzt aber die Frage nicht beantwortet, wie du überhaupt
darauf kommst, dass ich mich "erstmal mit der Natur" beschäftigen
soll. Ich meine, hinter dieser Aufforderung muss ja irgendein
konkreter Grund stecken.

> > Und was bitteschön soll das heißen: "Es ist *nicht nur* ein
> > Widerspruch zu den natwiss. Fakten."? Welche "Fakten" meinst du denn
> > hier? Dürfte man dies endlich einmal erfahren? Oder phantasierst du
> > nur?

> Es ging um die Zersetzung des Körpers durch Abwesenheit von Leben.
> Abgesehen davon, dass diese wiederum durch Leben geschieht, kann man
> durchaus mit natürwissenschaftlichen Ansätzen an die Sache herangehen.

Ja, soll man sogar.
Die "Abwesenheit von Leben" bezieht sich natürlich auf das Leben des
betreffenden Menschen, nicht der Bakterien, etc. Aber "Abwesenheit von
Leben" ist natürlich nur ein Notausdruck, den man nicht streng
wörtlich nehmen darf, denn was "Leben" ist, weiß ja niemand.

> Man kann aber auch behaupten, ein mystisches Subjekt sei dafür
> verantwortlich.

Man darf es jedenfalls nicht kategorisch ausschließen.

> Die Wirksamkeit der Wünschelrute kann auch mit
> natürwissenschaftlichen Ansätzen überprüft (und im Einzelfall wiederlegt)
> werden. Der Ansatz der Wünschelrutengänger ist jedoch ein anderer. Die
> Fakten sind wurscht, wenn schon der Ansatz nicht stimmt.

Ich sehe keinen Zusammenhang mit dem von dir genannten "mystischen
Subjekt".

> > > Zugleich wird behauptet,
> > > niemand wisse, was das Leben sei, aber im nächsten Atemzug "weiss" man,
> > > dass der Körper wegen der Abwesenheit von Leben zerfällt.

> > Und wo ist hier ein Widerspruch? Nicht zu wissen, was "Leben"
> > eigentlich ist, bedeutet ja keineswegs, dass wir sein
> > Nichtvorhandensein nicht als den Grund für den Tod erkennen könnten.

> Natürlich bedeutet es das. Wie kannst du es dann von anderen Dingen
> abgrenzen? Genausogut könntest du behaupten, der Sensemann sei es
> gewesen.

Streng genommen hast du recht, ja. Es dreht sich alles um die Frage,
was "Leben" überhaupt ist, und das wissen wir eben nicht. Ja, wie
Sabine indirekt in einer guten Geschichte hingewiesen hat, wissen wir
nicht einmal, ob man das Verb "leben" überhaupt substantivieren kann
und darf.

> > Oder kennt Herr Erren etwa nicht den Unterschied zwischen einem
> > lebenden Menschen und einer Leiche? Für wie blöde hältst du uns
> > eigentlich? Jeder weiß, dass ein Mensch tot ist, wenn er nicht mehr
> > *lebt*. Was also fehlt hier? Natürlich jenes rätselhafte "Ding" das
> > wir das "Leben" nennen.

> So rätselhaft ist das gar nicht. Zum Beispiel wissen wir, dass ein Mensch
> nicht plötzlich tot ist. Die inneren Organe arbeiten noch eine ganze
> Weile weiter.

Die "inneren Organe" sind aber nicht "der Mensch". Hier stehen wir vor
dem nächsten Problem, nämlich der Definition von "Mensch". Wer oder
was stirbt hier eigentlich? Festzustellen ist lediglich, dass der
physische Körper versagt. Was mit dem Bewusstsein, dem sog."Ich", der
"Person", etc. geschieht, kann nicht festgestellt werden. Auf diese
"Dinge" hat die Naturwissenschaft ja keinen Zugriff.

> Und an der Herz-Lungenmaschiene kann man einen Hirntoten
> inzwischen fast unbegrenzt künstlich lebendig halten. Hört die
> Durchblutung und die Sauerstoffversorgung auf, fangen die Enzyme an, Amok
> zu laufen, dann kommen anaerobe Fäulnisprozesse und schliesslich die
> aerobe Verwesung. Darüber ist viel bekannt. Aber man schafelt lieber von
> einem "rätselhaften 'Ding' das wir das "Leben" nennen". Auch noch "wir".
> Mich nimmst Du bitte aus.

Ich gebe dir völlig recht. Von "Leben" spreche auch ich nur hier
notgedrungen in dieser Diskussion, ansonsten ist mir der Begriff mehr
als suspekt.

> > > > Und was das "Leben" betrifft: wenn du weißt, was es ist, dann erklär> e
> > > > es doch. Aber bitte mit wissenschaftlicher Untermauerung, nicht
> > > > einfach nur phantasieren.

> > > Ich wiederhole mich ungern. Daher ein Beispiel als letzter Versuch: Du
> > > willst mir erklären was ein Ball ist. Du bringst Sätze wie: Er ist run> d,
> > > kugelförmig, und mehr oder weniger elastisch. Diese Sätze sind alle
> > > richtig, doch sie beschreiben den Ball nur. Den Ball "an sich" gibt es
> > > nicht, und ich könnte mit dem selben Recht behaupten, niemand wisse, was>
> > > ein Ball ist. Dabei weiss es jedes Kind.

> > Dir fällt offenbar gar nicht auf, dass jeder Mensch weiß, was ein Ball
> > ist.

> Das sag ich ja, jedes Kind weiss es.

Ja, das habe ich leider überlesen. Bin erst später draufgekommen.

> > Man kann einen Ball außerdem wägen, seine Größe messen, seine
> > Elastizität feststellen, sein Material, etc. etc.

> Das kann man bei Leben auch. Wie alt werden sie, haben sie
> Generationswechsel, Larvenstadien, etc.

Ja *sie* - die Lebe*wesen*, nicht das ominöse Ding namens "Leben".

> > Du lenkst hier auf
> > eine philosophische Frage ab, damit du nicht zugeben musst, dass
> > niemand weiß, was das *Leben* ist, und daher die Naturwissenschaft in
> > dieser Frage absolut nichts zu vermelden hat. Zum Unterschied von
> > einem Ball! Hierüber nämlich hat sie sehr viel zu sagen.

> Es ist eine philosophische Frage. Und du vertrittst hier einen
> metaphysischen Ansatz.

Überhaupt nicht. Ich weiß nicht, was "Leben" sein soll, wofür dieser
Begriff eigentlich steht. Das ist alles. Nix von "Metaphysik". Und es
existiert ja auch keine einzige unwidersprochene Definition (bzw.
Pseudodefinmition) davon.

> Und warum bitteschön kann sie bei einem Ball sehr viel sagen und bei
> Leben nicht?

Weil das eine stofflich ist, und das andere nicht (falls es denn
überhaupt existiert).

> > > Der Platonismus ("Welt der Ideen"=Metaphyik) hat in der Naturwissenschaf> t
> > > keinen Bestand.

> > Wer sprach je vom Platonismus? Ich habe niemals behauptet, dass dieser
> > in der Naturwissenschaft "Bestand hätte". Was hat das überhaupt damit
> > zu tun, ob die Naturwissenschaft weiß, was Leben ist oder nicht?
> > Du faselst kompletten Unsinn daher, um von der Frage abzulenken, von
> > der wir sprechen.

> Nur weil Du es nicht verstehst, ist es kein Unsinn. Du vertrittst einen
> metaphysischen Ansatz, wie Platon. Ein Konzept hast du allerdings nicht,
> zugegeben (s.u.)

Ich denke, das haben wir geklärt. Ich vertrete keinen metaphysischen
Ansatz.

> > > Weil sie nicht in deinem Sinne ist.

> > Bist du schwerhörig? Bei wikipedia ist "Leben" nicht definiert!

> Meinst du es wird wahrer, wenn du etwas wiederholt behauptest? Definiere
> Ball. Und ich sage Dir, niemand kann wissen, was ein Ball ist, und Deine
> Definition ist falsch, weil sie nur Eigenschaften des Balls auflistet.

Was ein Ball ist, weiß jeder, was Leben ist, weiß niemand.

> > Schon die beiden ersten Sätze sind Nonsens:

> > 1. Leben ist die charakteristische Eigenschaft, die Lebewesen von
> > bloßer Materie unterscheidet. 2. Wesentliche Merkmale sind Stoff- und
> > Energieaustausch mit der Umwelt sowie Fortpflanzung und Wachstum.

> > Ad 1:
> > a) Man kann einen Begriff nicht mit sich selber definieren. Genau das
> > geschieht hier aber: "*Leben* ist die charakteristische Eigenschaft,
> > die *Lebe*wesen von bloßer Materie unterscheidet." Diese Aussage
> > entspricht folgender: "X ist die charakteristische Eigenschaft, die X-
> > Wesen von allem anderen unterscheidet." Wir haben es hier also mit
> > einer klaren Pseudo-Definition zu tun.

> Wieso "mit sich selber"? Du versuchst ja selbst, das abstraktere Wort
> "Leben" von den zweifellos erfahrbaren Lebe*wesen* abzugrenzen.

Leben (X) kommt in Lebewesen (X-Wesen) ebenfalls vor.

> Wenn Du in die Definition "Ball" aufnimmst, dass luftgefüllt ist, gehören
> Golfbälle eben nicht dazu. Und so gehören die Viren ja bekanntlich nicht
> zu den Lebewesen, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel haben. In jeder
> Definition ist ein Stück Willkür enthalten, selbst in der Mathematik
> haben sie keinen Wahrheitsgehalt. Es geht nur, dass man weiss, worüber
> man spricht.

"Ball" wird niemals mit "Ball" oder einer Wortkombination mit "Ball"
definiert. Das wäre sinnlos. Beispiel: "Ein Ball ist etwas, mit dem
Ballspieler spielen". Das ist keine Definition, denn jetzt weiß man ja
erst nicht, was ein Ball ist.

> > Über das Leben selbst ist hier ja haargenau null ausgesagt.

> Was ist das: "Das Leben selbst"? Den Ball 'an sich' gibt es ja auch
> nicht.

Ich meine: es wird keine Aussage über das "Leben" getroffen, die es
auch nur im Mindesten verständlich machen würde. Sage ich hingegen:
ein Ball ist etwas Rundes, dann wissen wir zumindest schon einmal,
dass Bälle rund sind.

> > b) Dass Leben eine *Eigenschaft* sei, ist eine reine
> > Willkürbehauptung, deren Unsinn bei ein wenig Nachdenken auch evident
> > wird: Wer ist es denn, der diese angebliche Eigenschaft hat? Etwa ein
> > *Nicht*-Lebender???

> Ich würde auch lieber von "Eigenschaften" reden, wie Stoffwechsel,
> Reproduktion, etc. Ein Ding ist in der Naturwissenschaft die Summe seiner
> Eigenschaften, oder besser gesagt: Nur daran erkennbar.

Ja. Anders geht's nicht. Aber was sind die Eigenschaften von "Leben"?
(wohlgemerkt: nicht von Lebe*wesen*). Wir kennen keine einzige. Oder
kennst du eine? Was auch immer du hier findest: du wirst feststellen,
dass es eine Eigenschaft von Lebe*wesen* ist.

> > Ad 2: Die hier aufgezählten Merkmale sind eben gar nicht Merkmale des
> > Lebens, sondern der Lebe*wesen*. "Leben" und "Lebewesen" ist aber
> > natürlich nicht dasselbe.

> Natürlich ist es nicht das Selbe. Wenn Du das begriffen hättest, hättest
> Du nicht geschrieben: "Man kann einen Begriff nicht mit sich selber
> definieren".

Hier sehe ich keinen Zusammenhang.
Im Übrigen bin ich es, der sogar einen thread darüber eröffnet hat,
dass man "Leben" nicht mit "Lebewesen" gleichsetzen darf. Das
geschieht aber überall, auch in den Biologiebüchern. Hat sich leider
so eingebürgert. Und dies ist auch der Grund dafür, weshalb man
fälschlich glaubt, Biologen könnten etwas über das *Leben* wissen.

> > Das geht ja bereits aus dem ersten Satz
> > hervor, wo den Lebewesen das Leben als Eigenschaft (!) zugesprochen
> > wird.

> Der Unterschied ist, dass Lebewesen erfahrbare Gegenstände sind wie Bälle
> und der Begriff "Ball" wie "Leben" Verallgemeinerungen sind.

Von was soll "Leben" eine Verallgemeinerung sein?

> Genausogut könnte ich schwurbeln: Es gibt keinen Ball, es gibt Fußbälle,
> Golfbälle, Medizinbälle und den Opernball. Niemand kann wissen, was ein
> Ball ist.

> > Man sieht also...

> Blubb.

> > > Es reicht, wenn man weiss, worüber man
> > > spricht. Was das "Ding an sich" ist, ist der Naturwissenschaft schnurz.

> > Kein Mensch außer dir hat hier vom "Ding an sich" gesprochen. Es tut
> > auch absolut nichts zur Sache.

> Doch, das tut es. Es ist der Unterschied, auf den Du beharren möchtest,
> obwohl du ihn nicht verstanden hast.

Das "Ding an sich" ist nur ein Gedanke.

> > > Geschenkt. Nenn es Athman, dann wissen wir, dass du vom unerschaffenen
> > > Teil redest. Ich leugne diesen Teil. Einfach, weil nicht darauf hinweist.

> > Du weißt nicht einmal, dass man Atman ohne "h" schreibt. Groß den Mund
> > aufmachen und den Oberlehrer spielen, das kannst du. Und lügen.

> Aha. Nur weil ich nicht dem Gaunahari nachplappere wie Du?

Ist schon gut. Du musst und sollst niemandem nachplappern.

> Ist doch
> wurscht, wie man es schreibt, wenn man weiss worüber man redet. Aber das
> tut man in dem Fall nicht. Google mal nach "Athman". Wusste gar nicht,
> dass es das auch gibt. "Athman" ist wohl mehr Seele und "Atman" mehr
> Selbst, worin immer auch der Unterschied bestehen mag. Mir ist das
> Schnurz. Das überlasse ich den Gurus.

Hier ist das Gauraharis Spezialgebiet. Die Hindus haben übrigens je
nach philosophischer Richtung divergierende Auffassung über den
Atman.

> In einem lichten Moment hast Du geschrieben:

> | Wir lernen vor allem, dass sich Menschen hier ein Ding ausgedacht
> | haben, das es gar nicht gibt --- um dann jahrhundertelang über dieses
> | Phantom herumzuspekulieren. Das ist reine Zeitverschwendung. Wir
> | sollten über das reden, was es unbezweifelbar gibt, und nicht über
> | Dinge, die es bestenfalls nur in der Vorstellung gibt.
> <00a06a10-643c-4bc2-9b7f-5de959e9e...@k2g2000hse.googlegroups.com>

> Leider hast Du diese Linie nicht aufrechterhalten können.

Denke schon. Ob es sowas wie "Leben" tatsächlich gibt, ist fraglich.
Skeptischer möchte ich es jetzt nicht ausdrücken.

> > > Woher willst du ausserhalb des naturwisschenschaflichen
> > > Falsifizierungsprozess entscheiden, welche Hypothesen reine
> > > Lückenbüsserhypothesen sind und welche Bestand haben? Wenn sie deinem
> > > metaphysischen Konzept das Wasser abgraben.

> > Und phantasieren kannst du auch großartig. Ich habe überhaupt kein
> > "metaphysisches Konzept".

> "Konzept" ist etwas hochgegriffen, stimmt.

Nein, ich habe überhaupt nix mit Metaphysik zu tun. Zumindest ist für
mich dieser Begriff nicht nötig.

> > > Aber das ist ja völlig Deiner
> > > Willkür ausgesetzt.

> > Von welcher "Willkür" phantasierst du hier? Wenn du mir Willkür
> > unterstellst, dann möchte ich dafür Belege sehen. Zitate, bitte! Wo
> > wann wie und inwiefern bin ich willkürlich? Mit bloßen
> > Märchenbehauptungen kommst du hier nicht weiter.

> Z.B. dass Abstraktionen wie "Ball" und "Stern" Subjekte sein können,
> "Leben" aber nicht. Mit welchem Recht?

Objekte. Bälle und Sterne kann man messen, Leben nicht.

> > > Gott erklärt nichts, oder alles Beliebige. Weil diese, sagen wir einmal
> > > Vorstellung, nicht falsifizierbar ist. So einfach ist das.

> > Da ist ein absoluter Unsinn. In der Religion wird z.B. erklärt, wo das
> > Leben herkommt, nämlich von Gott. Das z.B. ist weder "nichts", noch
> > "beliebig".

> Doch. Nämlich das Wort "Gott", was nicht erklärt wird.

Das ist so wie mit "Bewusstsein". Kann man auch nicht erklären. Aber
wir sind definitiv nicht bewusst-los.
Oder Kopfschmerzen. Kann man auch nicht erklären. Die Medizin weiß
nicht, was Schmerz tatsächlich ist. Oder alle andern Gefühle. Oder
Gedanken.

> > Zweitens: Selbst Dummköpfe verstehen, dass Gott natürlich nicht
> > falsifizierbar sein kann. Das sagt aber natürlich rein gar nichts über
> > seine Existenz aus.

> Das ist richtig. Erstmal sollte man sich jedoch klarmachen, was man
> darunter versteht. Und im Falle Leben, Stern und Ball haben wir darüber
> Anschauungsmaterial. Im Falle Gottes: Nichts.

Doch: die Gotteserfahrung. Das ist das einzige, was zählt. Alles
andere sind Spekulationen.
Vergleich: Blinde/Sehende.

> Dein Satz: "Selbst Dummköpfe verstehen, dass Gott natürlich nicht
> falsifizierbar sein kann." Strotzt nur vor Dummheit, wie eben jenes "Man
> kann einen Begriff nicht mit sich selber definieren". Nicht weil diese
> Sätze falsch sind, sie sind richtig. Nur hast Du sie nicht begriffen.

> Mit dem Satz: "Selbst Dummköpfe verstehen, dass Gott natürlich nicht
> falsifizierbar sein kann." disqualifizierst Du dich selbst mit Deinen
> Gotteserfahrungen. Denn um zu wissen, was ein Ball ist, hat das Kind
> Ballerfahrungen gemacht. Diese Erfahrungen sind jedoch reproduzierbar und
> somit auch falsifizierbar.

Ja, aber Gotteserfahrung ist eben nicht reproduzierbar. Kann auch
nicht sein.
Auch Bewusstsein ist nicht falsifizierbar oder verifizierbar.

> > Du kommst hier mit papageienhaft nachgeplapperten
> > Pseudoargumenten aus der Mottenkiste daher, die in der
> > Gottesdiskussion schon längst als Blödsinn entlarvt sind.

> Von wem? Von Dir etwa?

Nein, in der Gottesdiskussion, die sowieso schon längst abgeschlossen
ist. Gott kann existieren oder auch nicht. Mehr lässt sich auf der
intellektuellen Ebene dazu nicht sagen.

> > > > > Was ihr nicht merkt ist, dass ihr den alten Plato
> > > > > vor euren semitischen Gott spannt, er wäre sicher nicht glücklich > dami> t,
> > > > > und euer Gott auch nicht.

> > > > Oh! "Mein" Gott ist keineswegs der semitische.

> > > Dann muss der semitische Gott halt auch mitziehen, denn du beriefst dich
> > > auf die Genesis.

> > Du kannst nicht lesen, bist aber umso besser im Unterstellen. Ich habe
> > mich niemals auf diesen Gott "berufen".

> Aber auf die Genesis, wie ich schrieb und wie es noch dasteht. Da waren
> es allerdings noch mehrere. Bis der Jahvist kam.

Es war so: Wir sprachen davon, ob religiöse Menschen glauben, dass das
Leben entstanden sei, und du brachtest die Genesis ein, indem du
sagtest: "Daher heisst das erste Buch der Bibel ja auch "Genesis",
Entstehung. Noch nie gehört?"
Meine Antwort: "Ja, der Welt und des Menschen, aber nicht des Lebens.
Soweit ich mich entsinne, hat Gott den unbelebten Körpern Leben
*eingehaucht*. Es stammt also *direkt* von ihm, dem Ewigen. Es ist nie
entstanden."
Die also die religiöse Auffassung der Juden und Christen. Für sie ist
das Leben (!) also nicht entstanden, egal, wie der Titel des 1Mose
lautet.

Grüße
Günter