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Mensagem sobre o tópico Wissenschaft und Glauben
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Martin Erren  
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 Mais opções 6 fev 2008, 17:47
Grupos de notícias: de.soc.weltanschauung.christentum
De: Martin Erren <m...@privacy.net>
Data: 6 Feb 2008 19:47:59 GMT
Local: Qua 6 fev 2008 17:47
Assunto: Re: Wissenschaft und Glauben
Günter meinte:

> On 4 Feb., 22:50, Martin Erren <m...@privacy.net> wrote:
> > Es ging um die Zersetzung des Körpers durch Abwesenheit von Leben.
> > Abgesehen davon, dass diese wiederum durch Leben geschieht, kann man
> > durchaus mit natürwissenschaftlichen Ansätzen an die Sache herangehen.>

> Ja, soll man sogar.
> Die "Abwesenheit von Leben" bezieht sich natürlich auf das Leben des
> betreffenden Menschen, nicht der Bakterien, etc. Aber "Abwesenheit von
> Leben" ist natürlich nur ein Notausdruck, den man nicht streng
> wörtlich nehmen darf, denn was "Leben" ist, weiß ja niemand.

Das ist Dein Problem, nicht meines. Warum soll man das nicht wissen? Man
kann sogar das Leben eines Menschen künstlich verlängern. Es besteht
einfach in der Summe der Körperfunktionen.

> > Man kann aber auch behaupten, ein mystisches Subjekt sei dafür
> > verantwortlich.

> Man darf es jedenfalls nicht kategorisch ausschließen.

Das tut man ja auch nicht.

> > Die Wirksamkeit der Wünschelrute kann auch mit
> > natürwissenschaftlichen Ansätzen überprüft (und im Einzelfall wied> erlegt)
> > werden. Der Ansatz der Wünschelrutengänger ist jedoch ein anderer. Die>
> > Fakten sind wurscht, wenn schon der Ansatz nicht stimmt.

> Ich sehe keinen Zusammenhang mit dem von dir genannten "mystischen
> Subjekt".

Der Wünschelrutengänger glaubt an die magischen Fähigkeiten der Rute. Der
Wissenschaftler stellt fest, dass die Ergebnisse (=Fakten) nicht über dem
statistisch erwarten liegen.

> > So rätselhaft ist das gar nicht. Zum Beispiel wissen wir, dass ein Mensc> h
> > nicht plötzlich tot ist. Die inneren Organe arbeiten noch eine ganze
> > Weile weiter.

> Die "inneren Organe" sind aber nicht "der Mensch".

Sondern ein Teil von ihm.

> Hier stehen wir vor
> dem nächsten Problem, nämlich der Definition von "Mensch".

Zweibeiner ohne Flügel würde ich sagen. Wie gesagt geht es bei
Definitionen *nur* darum das Objekt von anderen abzugrenzen.

> Wer oder
> was stirbt hier eigentlich? Festzustellen ist lediglich, dass der
> physische Körper versagt.

Und darum geht es.

> Was mit dem Bewusstsein, dem sog."Ich", der
> "Person", etc. geschieht, kann nicht festgestellt werden. Auf diese
> "Dinge" hat die Naturwissenschaft ja keinen Zugriff.

Stimmt, das sind angedichtete Sachen, die nicht falsifizierbar sind.

> > > Man kann einen Ball außerdem wägen, seine Größe messen, seine
> > > Elastizität feststellen, sein Material, etc. etc.

> > Das kann man bei Leben auch. Wie alt werden sie, haben sie
> > Generationswechsel, Larvenstadien, etc.

> Ja *sie* - die Lebe*wesen*, nicht das ominöse Ding namens "Leben".

Ein Leben ohne Lebewesen kann ich mir schlecht vorstellen. Was soll das
Deiner Ansicht nach sein? Ach, das beantwortest Du bereits:

> > > Du lenkst hier auf
> > > eine philosophische Frage ab, damit du nicht zugeben musst, dass
> > > niemand weiß, was das *Leben* ist, und daher die Naturwissenschaft in
> > > dieser Frage absolut nichts zu vermelden hat. Zum Unterschied von
> > > einem Ball! Hierüber nämlich hat sie sehr viel zu sagen.

> > Es ist eine philosophische Frage. Und du vertrittst hier einen
> > metaphysischen Ansatz.

> Überhaupt nicht. Ich weiß nicht, was "Leben" sein soll, wofür dieser
> Begriff eigentlich steht.

Dann verwende in nicht. Nimm das Wort einfach nicht in den Mund. Mit dem
Wort "Gott" geht es mir ebenso. Dann nenne ich Biologie Lebewesenslehre.
Ich habe kein Problem damit. Nur wenn man sich nicht um Worte streitet.

> > Und warum bitteschön kann sie bei einem Ball sehr viel sagen und bei
> > Leben nicht?

> Weil das eine stofflich ist, und das andere nicht (falls es denn
> überhaupt existiert).

Und wenn ich nun davon ausgehe, dass es stofflich ist?

> > Wieso "mit sich selber"? Du versuchst ja selbst, das abstraktere Wort
> > "Leben" von den zweifellos erfahrbaren Lebe*wesen* abzugrenzen.

> Leben (X) kommt in Lebewesen (X-Wesen) ebenfalls vor.

Deshalb ist es trotzdem eine Abstraktion, und nicht das Selbe wie du
richtig schreibst. Schon "Lebewesen" ist eine Abstraktion oder besser
Verallgemeinerung auf die beobachteten Dinger.

> > Wenn Du in die Definition "Ball" aufnimmst, dass luftgefüllt ist, gehö> ren
> > Golfbälle eben nicht dazu. Und so gehören die Viren ja bekanntlich nic> ht
> > zu den Lebewesen, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel haben. In jeder
> > Definition ist ein Stück Willkür enthalten, selbst in der Mathematik
> > haben sie keinen Wahrheitsgehalt. Es geht nur, dass man weiss, worüber
> > man spricht.

> "Ball" wird niemals mit "Ball" oder einer Wortkombination mit "Ball"
> definiert. Das wäre sinnlos. Beispiel: "Ein Ball ist etwas, mit dem
> Ballspieler spielen". Das ist keine Definition, denn jetzt weiß man ja
> erst nicht, was ein Ball ist.
> > > Über das Leben selbst ist hier ja haargenau null ausgesagt.

> > Was ist das: "Das Leben selbst"? Den Ball 'an sich' gibt es ja auch
> > nicht.

> Ich meine: es wird keine Aussage über das "Leben" getroffen, die es
> auch nur im Mindesten verständlich machen würde. Sage ich hingegen:
> ein Ball ist etwas Rundes, dann wissen wir zumindest schon einmal,
> dass Bälle rund sind.

Das sind verbale Geschichten. Statt Rundheit könnte ich ja auch
Ballizität sagen. Dann ist das Wort auch wieder drin.

> > Der Unterschied ist, dass Lebewesen erfahrbare Gegenstände sind wie Bä> lle
> > und der Begriff "Ball" wie "Leben" Verallgemeinerungen sind.

> Von was soll "Leben" eine Verallgemeinerung sein?

Von den Eigenschaften, die Lebewesen besitzen.

> > Doch, das tut es. Es ist der Unterschied, auf den Du beharren möchtest,
> > obwohl du ihn nicht verstanden hast.

> Das "Ding an sich" ist nur ein Gedanke.

Dein Leben ohne Lebewesen ist auch nur ein Gedanke.

> > In einem lichten Moment hast Du geschrieben:

> > | Wir lernen vor allem, dass sich Menschen hier ein Ding ausgedacht
> > | haben, das es gar nicht gibt --- um dann jahrhundertelang über dieses
> > | Phantom herumzuspekulieren. Das ist reine Zeitverschwendung. Wir
> > | sollten über das reden, was es unbezweifelbar gibt, und nicht über
> > | Dinge, die es bestenfalls nur in der Vorstellung gibt.
> > <00a06a10-643c-4bc2-9b7f-5de959e9e...@k2g2000hse.googlegroups.com>

> > Leider hast Du diese Linie nicht aufrechterhalten können.

> Denke schon. Ob es sowas wie "Leben" tatsächlich gibt, ist fraglich.
> Skeptischer möchte ich es jetzt nicht ausdrücken.

Leben ohne Lebewesen gibt es wahrscheinlich nicht. Skeptischer möchte ich
es jetzt nicht ausdrücken. :)

> > > Zweitens: Selbst Dummköpfe verstehen, dass Gott natürlich nicht
> > > falsifizierbar sein kann. Das sagt aber natürlich rein gar nichts üb> er
> > > seine Existenz aus.

> > Das ist richtig. Erstmal sollte man sich jedoch klarmachen, was man
> > darunter versteht. Und im Falle Leben, Stern und Ball haben wir darüber
> > Anschauungsmaterial. Im Falle Gottes: Nichts.

> Doch: die Gotteserfahrung. Das ist das einzige, was zählt. Alles
> andere sind Spekulationen.
> Vergleich: Blinde/Sehende.

"Gotteserfahrung" ist kein Anschauungsmaterial, sondern die Anschauung
selbst. Wenn diese reproduzierbar wören, hatte ich damit kein Problem.
Ich hätte als Blinder auch kein Problem, damit, mich theoretisch mit
Farbenlehre auseinanderzusetzen. Die ist aber in sich schlüssig und
basiert auf intersubjektiven Wahrnehmungen, das kann ich auch
feststellen, wenn ich selbst nicht sehen kann.

> > Von wem? Von Dir etwa?

> Nein, in der Gottesdiskussion, die sowieso schon längst abgeschlossen
> ist. Gott kann existieren oder auch nicht. Mehr lässt sich auf der
> intellektuellen Ebene dazu nicht sagen.

LOL. Wenn der Hahn kräht auf dem Mist...

Gruß: Martin


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