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Re: Seele = unsterblich

Ingrid Liebeler <ingrid.liebe...@t-online.de>

Gaurahari schrieb:

> Werner Merk wrote:
> > Gaurahari <newsgro...@gaurahari.ch> wrote:

> [...]
> >>> Zu deinem Atman: vielleicht hast du wirklich nicht genug geschält? ;-)

> >>> Wäre doch verständlich. Da schält man die Zwiebel und schält und schält
> >>> und sie wird immer kleiner. Möglicherweise beunruhigend, beängstigend.
> >>> Was ist, wenn da nichts bleibt? Gar nichts? Nichts Beständiges.

> >> Schon mal darüber nachgedacht, wer oder was denn am Schälen ist?
> >> Richtig, der zu entdeckende Atman. :-)

> > Das wäre ein voreiliger Schluß! Warum sollte das denn eine ewige
> > unsterbliche Seele sein? Das leuchtet nicht ein. Du stirbst doch auch.

> Hatte ich dir nicht schon mal die Schau nach Innen empfohlen. Ganz kurz,
> damit du weisst, worauf du achten kannst:

> - Das Ich (Atman) beständig unveränderlich immer dasselbe.
> - Das Feinstoffliche, Gedanken, Gefühle, der Intellekt, die Inrelligenz
> (Ahankara Buddhi und Manah) die sich ständig verändern und durch äussere
> Einflüsse (wie Drogen) veränderbar sind.
> - Der Körper, über dessen Veränderungen von der Zeugung bis zum Tod
> nicht viel gesagt werden muss.

> Das ich bleibt immer unverändert, es sei denn, es identifiziert sich mit
> den feinen und groben Hüllen.
> Bei genauer Analyse stellt man aber fest, dass das ich diese 2
> Kategorien von Hüllen beobachten und analysieren kann.
> Es gibt folglich den Beobachter und das Beobachtete.

> Den Rest musst du selbst herausfinden.

> Ich bin unsterblich, du auch.

> Krishna sagt zu Beginn der Bhagavad-Gita:

> "Niemals gab es eine Zeit, als ich oder du oder all diese Könige nicht
> existierten, noch wird in der Zukunft einer von uns aufhören zu sein."
> (2.12)

> "Jene, die die Wahrheit sehen, haben erkannt, dass das Inexistente ohne
> Dauer und das Existente ohne Ende ist. Zu diesem Schluss sind sie
> gekommen, nachdem sie das Wesen von beiden klar erkannt hatten."
> (2.16)

> "Wisse, das was den gesamten Körper durchdringt, ist unzerstörbar.
> Niemand ist imstande, dieses Unvergängliche (die Seele) zu zerstören."
> (2.17)

> "Die verkörperte Seele wird nie geboren und sie stirbt auch nie. Sie ist
> unermüdlich, ewig jung und dennoch anfanglos. Obschon der Körper
> Gegenstand von Geburt und Tod ist, kann die Seele nie zerstört werden."
> (2.20)

> "Waffen können die Seele nicht schneiden (verletzen), Feuer kann sie
> nicht verbrennen, Wasser kann sie nicht benetzen und auch der Wind kann
> sie nicht austrocknen."
> (2.23)

> Sie kann weder durchbohrt, verbrannt, benetzt noch ausgetrocknet werden.
> Sie ist ewiglich unzerstörbar und unwandelbar. Sie kann alles (Materie)
> durchdringen, sie ist [durch Materie] nicht zu bewegen und sie ist
> anfanglos, immer dieselbe."
> (2.24)

> Zum letzten Vers könnte man noch sagen:
> Materie kann die Seele (Atman) nicht bewegen, aber Atman bewegt die Materie!

> Gruss
> Gaurahari

> --
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